Lesedauer: 3 Minuten | Datum: 04. Juli 2019

#Facebookdown – Warum kommt es zu weltweiten Störungen?

Lesedauer: 3 Minuten
Datum: 04. Juli 2019

#Facebookdown – Warum kommt es zu weltweiten Störungen?

Ab dem gestrigen Nachmittag klagten weltweit viele Menschen über Probleme mit Facebook, Instagram und WhatsApp. Alle drei Dienste gehören zum Imperium von Marc Zuckerberg und hatten zeitweise Einschränkungen in den Funktionen. 

Ein Facebook-Sprecher bestätigte der Deutschen Presse-Agentur Probleme beim Hochladen von Fotos und anderen Dateien in den Apps des Unternehmens. Tatsächlich ist der gestrige Ausfall die bereits 30. bestätigte Störung alleine auf Facebook im Jahr 2019.

Doch warum kommt es in regelmäßigen Abständen zu Problemen auf den sozialen Netzwerken? Die Gründe können vielseitig sein und werden in der Regel auch nicht detailliert kommuniziert. Trotzdem gehen die meisten Störungen davon aus, dass der Konzern Neuerungen in seinen Diensten ausrollt und es dabei zu Konfigurationsproblemen kommt, die vorher nicht vorhersehbar waren und erst recht nicht beabsichtigt. Ein Ausfall des Content Delivery Networks kann ebenso in Frage kommen.

Auch Gründe für die das Unternehmen nichts kann, können zu Störungen führen. Bei einer sogenannten DDoS-Attacke greift eine Unmenge an gezielten Anfragen auf das Netzwerk zu. Da der Angriff von einer Vielzahl an Quellen kommt, ist es nicht möglich, den Angreifer gezielt zu blockieren, ohne die Kommunikation mit dem Netzwerk komplett einzustellen.

Facebook kommunizierte den Ausfall über Twitter, dass nicht zum Konzern gehört. Fun Fact: Dies war auch der Ablauf bei der letzten großen weltweiten Störung im März und hatte Folgen. Viele User taten es dem Unternehmen gleich und wichen ebenfalls auf den Kurznachrichtendienst aus, erstellten dort neue Konten oder reaktivierten alte Mitgliedschaften. Das hatte zur Folge, dass auch Twitter mit einer Überlastung zu kämpfen hatte und es zu kleineren technischen Problemen kam. Ob dies gestern wieder passierte, ist noch nicht bekannt. Unter #Facebookdown, #Whatsappdown und #Instagramdown gab es gestern aber wieder hunderttausende Tweets.

Wie verzweifelt einige auf den Ausfall reagierten, zeigte eine Reaktion der neuseeländischen Polizei, die sich aufgrund der Ausfälle dazu genötigt sah, zu bemerken: „Wir sind die Polizei. Bitte rufen Sie uns wegen dieser Sache nicht an.“

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