Social Media-Check: Welches Team ist Social Media-Europameister?

Rechtzeitig zum Anpfiff des ersten Spiels für unsere Nationalelf haben wir die Social Media-Performance aller 24 Team-Accounts näher untersucht und anhand zuvor ausgewählter Kriterien bewertet. In diesem Blog-Artikel wollen wir dir unseren Social Media-Europameister vorstellen. Soviel vorweg: Deutschland hat es auf das Treppchen geschafft!
Social Media-Check: Welches Team ist Social Media-Europameister?

Kategorie: Marketing // 15.06.2021

Wir haben für uns fünf wichtige Faktoren entwickelt, an denen man die Social Media-Kanäle unserer Meinung nach gut miteinander messen kann. Diese stellen wir kurz vor:

  1. Followerzahl:
    Wie viele Fans folgen den Accounts auf den beiden sozialen Plattformen? Um uns einen noch genaueren Überblick zu verschaffen, haben wir sogar die Bevölkerungszahl der jeweiligen Länder hinzugezogen.
  2. Vielfalt:
    Welche Ideen stecken hinter dem Content, der den Fans angezeigt wird? Wird hier nur auf Fotos vom Platz gesetzt, oder gibt es auch das Ein oder Andere Posting aus dem Spieleralltag? Oder besonders originelle Ideen?
  3. Authentizität:
    Gerade im Fußball ist Glaubwürdigkeit, Authentizität und die Beziehungsebene besonders wichtig. Aber wird das auch bei allen Nationen so umgesetzt? Sieht der Nutzer nur die Fassade oder wird er durch emotionale Postings auch mit einbezogen?
  4. Qualität:
    Auch auf die Umsetzung haben wir geachtet. Wird seitens der Teams auf professionell umgesetzte Grafiken im Corporate Design gesetzt oder wird nur willkürlich gepostet?
  5. Quantität:
    Die Anzahl der Postings war für uns ebenfalls aussagekräftig. Wer versorgt seine Fans täglich mit Input und wer legt auch mal eine Pause ein? 

Slowakei (Platz 24): Koeffizient von 1.8

Dass die Slowakei den letzten Platz belegt, hängt neben der niedrigen Followerzahl unter anderem auch mit der Qualität sowie der Vielfalt der Inhalte zusammen. Hier zeigt sich im Vergleich zu anderen Teams eine schwache Leistung: Es wurden bisher kaum Grafiken gepostet, lediglich eintönige Bilder vom Platz mit nur wenig Abwechslung.

Des Weiteren ist uns aufgefallen, dass der slowakische Account nicht nur das Nationalteam selbst repräsentiert, sondern den gesamten Fußballbund. Einen separaten Account für die Nationalmannschaft gibt es hier nicht. Bei der Punktevergabe wurde dies als Minuspunkt in der Exklusivität im Bereich Authentizität gewertet.

Dazu kommt, dass das Instagram-Profil des slowakischen Nationalteams über keinen blauen Haken, sprich über kein Verifizierungsabzeichen, verfügt. Zur Erklärung: Ein blaues Verifizierungsabzeichen kann ein Account beantragen, wenn die Gefahr besteht, dass Nachahmer Fake-Profile erstellen oder es zu Verwechslungen kommt. Hier achtet Instagram in erster Linie auf die Anzahl der Follower. Ist diese hoch genug, kann mithilfe der Verifizierung sichergestellt werden, dass Nutzer sich auf dem originalen Profil befinden. Die Tatsache, dass die Slowakei auf Instagram über keinen blauen Haken verfügt, lässt das Profil unprofessionell wirken.

Ungarn (Platz 23): Koeffizient von 2.0

Den vorletzten Platz belegt die ungarische Nationalmannschaft. Ihren Social Media-Accounts fehlt es unserer Meinung nach an Kreativität, Vielfalt und Authentizität. Und auch die Followeranzahl ist mit 225.988 nur zwei von fünf Punkten wert. Am schwächsten schneidet das Team im Bereich Quantität ab. Mit 1.406 Beiträgen hat kein anderes Team weniger Postings veröffentlicht.

Nordmazedonien (Platz 22): Koeffizient von 2.2

Platz Nummer 22 sichert sich die Nationalelf von Nordmazedonien. Mit einer Gesamtfollowerzahl von 44.051 auf beiden Social Media-Kanälen liegt das Team hinten. Während es in den Kategorien Authentizität und Quantität lediglich mit einer Punktzahl von zwei abschneidet, was sich unter anderem auch wieder auf den nicht vorhandenen blauen Haken zurückführen lässt, kann das Team im Bereich Vielfalt und Qualität ordentlich punkten. Denn hier erhält Nordmazedonien jeweils 3 von 5 möglichen Punkten. Zum einen, da das Land sich bemüht, einheitliche Grafiken in den Flaggenfarben zu konzipieren. Die ein oder andere Collage mit rauchigen Bengalos sind sogar ziemlich cool – Hut ab!  Insgesamt ist es uns jedoch leider trotzdem zu bunt und zu unregelmäßig, da nicht immer auf die Einhaltung des Corporate Designs geachtet wurde.

Sehr enges Mittelfeld

Für jedes Kriterium konnte die Teams zwischen einen und fünf Punkten erhalten. Während ein Account mit fünf Punkten das betrachtete Kriterium überragend erfüllt, bedeutet der Punktwert eins, dass das Kriterium nicht erfüllt wurde. Anschließend wurde aus all den gesammelten Werten ein Koeffizient gebildet, der ein Gesamtergebnis zulässt.

Nach der Untersuchung aller 24 Teilnehmeraccounts sind die Teams der Länder Slowakei, Ungarn und Nordmazedonien bereits in unserer ersten Social Media-Gruppenphase ausgeschieden. 

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Schweiz, Frankreich, Italien und Deutschland im Halbfinale!

Trotz solider Punktezahl bei 3 von 5 Kriterien schafft es die Schweiz nicht auf’s Treppchen. Am Ende reicht es zu einem Koeffizienten von 3,4. Dennoch kann sich die Schweizer Social Media-Performance sehen lassen. Gepunktet haben sie im Bereich Vielfalt: Neben Infografiken mit Sidefacts zum Spielalltag (z.B. „Wer hält sich während dem Training eigentlich alles auf dem Platz auf“), der Visualisierung von Spielplänen, Geburtstagsgrüße, Gewinnspielen und Countdowns konnten sie auch mit dem Dailyformat „Interesting Staff“ punkten. Die Kurzvideos geben den Nutzern Einblicke hinter die Kulissen einer Nationalmannschaft und konzentrierte sich in erster Linie auf das Team welches sich abseits vom Platz um die Organisation der schweizerischen Nationalelf kümmert. Ein weiteres Gadget, welches der Mannschaft vor allem im Bereich Authentizität Punkte gesichert hat, war die AR Lince für Snapchat und der Hintergrund für Zoom. Beim Kriterium, welches die Followerzahl der Teams unter die Lupe nimmt, konnte Schweiz leider nicht herausstechen. Mit knapp 302.661 gehören sie zu Accounts mit mittelmäßiger Followerzahl. Auch das Hochrechnen mit Bezug auf die Bevölkerungszahl konnte keine Punkte rausholen: Hypothetisch folgen lediglich 3,5% Einwohner dem Team. 

Aber bei der Qualität der umgesetzten Beiträge konnte die Schweiz punkten: Beiträge bewerben einen Snapchatfilter, mit dem Fans virtuelle Selfies mit der Schweizer Nationalelf schießen können. Ein weiterer Filter bei Zoom gibt Nutzern die Möglichkeit, sich einen Platz zwischen den Spielern auf der Ersatzbank zu sichern. Ziemlich coole Features, wie wir finden. In diesem Sinne: Weiter so und hopp Schwiiz!

Deutschland auf Rang drei

Jogis Elf bleibt laut unserer Analyse der dritte Rang – gar nicht mal so schlecht. Aber natürlich hoffen wir, dass es bei den fussballerischen Leistungen in den nächsten Wochen noch ein bisschen besser aussehen wird. Denn ein weiterer EM-Titel würde unserer Nationalelf in ihrer Sammlung gut stehen – nicht wahr?

Punkte konnte sich das deutsche Nationalteam in erster Linie in den Kategorien Followerzahl, Authentizität und Vielfalt holen. Bei allen drei genannten Kriterien schnitten sie mit 4 von 5 möglichen Punkten ab. Neben Story-Icons, „Caption this“-Postings sicherte ihnen auch das Format „Daily“ Punkte. Auch während des Spiels geschossene Fotos, Geburtstagspostings, Gewinnspiele und  Grafiken über den Spielstand oder Matchdays flossen in die Bewertung ein. Besonders aufgefallen ist die Nutzung des DfB-Corporate Designs. Alle geschossenen Bilder wurden mit dem selben Filter bearbeitet, was die Wirkung auf den Nutzer enorm beeinflusst und einen zusammengehörenden Effekt auslöst. Der Koeffizient des deutschen Teams beträgt 3,8 Punkte.

Italien knapp vor Frankreich Social Media-Europameister!

Den verdienten zweiten Platz hat sich der amtierende Weltmeister Frankreich gesichert mit 4,0 Punkten. Erreicht hat die französische Truppe die Platzierung vor allem durch die einheitlichen und dennoch abwechslungsreichen Postings, wodurch sie hohe Punktzahlen bei den Kriterien Vielfalt und Qualität erlangen konnten. Authentizität erreicht das französische Team in erster Linie durch Selfies und Videos mit direkter Ansprache und Blick in die Kamera. Auch Emotionen werden häufig eingefangen, sodass Nutzer die Möglichkeit bekommen, mit den Spielern mitzufiebern. 

Außerdem konnten die französischen Ballkünstler im Bereich Followerzahl ordentlich Punkte kassieren. Mit sage und schreibe 14,9 Mio. Follower hat Frankreich nicht nur die 5 von 5 möglichen Punkten erzielen können, sondern führt damit auch die Liste der 24 Mannschaftsaccounts an. 

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Die Performance von Italien ist laut unserer Auswertung aktuell auf einem europameisterlichen Level, weswegen das Land in unserer Social Media-EM den ersten Platz belegt. Das Quiz (z.B. „Welcher Spieler versteckt sich hinter der blau eingefärbten Silhouette?“), Zitate, Spielervorstellungen, Kaderfotos, Spielstandgrafiken und nostalgische Videos bringen der Mannschaft vor allem beim Kriterium Vielfalt einige Punkte ein. Aber auch die Gesamt-Folowerzahl auf beiden Kanälen in Höhe von 7.962.682 Mio. kann sich sehen lassen.

Die Form von Italien zeigt sich auf dem Social Media-Spielfeld auch in der Kategorie Qualität. Denn alle Grafiken wurden professionell umgesetzt und entsprechen dem Corporate Design der Mannschaft.  Den Bereich Quantität konnte Italien klar für sich entscheiden: Mit 7.985 Beiträgen bei Instagram hängt Italien seine Mitstreiter mit hohem Vorsprung ab. Die Mannschaft mit den zweitmeisten Beiträgen (6.245) ist Kroatien. Der Koeffizient beträgt am Ende richtig starke 4,4 Punkte!

Auffällig ist, dass die genannten Ergebnisse unseres EM-Social Media-Checks Parallelen zeigen: Denn Italien, Frankreich und Deutschland zählen laut den Buchmachern auch sportlich zu den Titelanwärtern der diesjährigen EM. Es bleibt abzuwarten, ob es am 11. Juli auch auf dem Rasenplatz zwischen unseren ermittelten stärksten Social Media Nationen zu einem EM-Endspiel kommt. Ganz gleich, wie das Ergebnis fußballerisch aussehen wird – eines steht bereits fest: Bei den Social Media-Aktivitäten zählt unser Nationalelf zu den Favoriten. Und was die Fußballleistungen unserer Jungs angeht, kann eines schon jetzt gesagt werden: Es bleibt in jedem Fall spannend!

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