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Sichtbar in KI-Antworten: So wird Ihr Unternehmen in Googles KI-Übersichten genannt

Hanna RottwinkelAutor/in

Person am Laptop mit Symbolen zu KI, Suche und Generative Engine Optimization (GEO)

Es wird so viel gegoogelt wie nie zuvor. Das liegt nicht etwa daran, dass die Menschen vorher weniger wissen wollten. Es liegt daran, dass ihnen immer mehr Fragen, die sie haben, egal wie lang, egal wie ausführlich, direkt und ohne Umweg beantwortet werden. Doch was heißt das für die Unternehmen? Wann taucht die eigene Seite dort überhaupt auf und was lässt sich dafür tun?

Wie verändern KI-Übersichten die Google-Suche?

Musste man sich vor ein paar Jahren die Antwort auf seine Frage noch aus mehreren Webseite-Schnipseln zusammenbasteln, so gibt man heute einfach die gesamte Frage ein und erhält innerhalb weniger Sekunden ein ausführliches Antwort-Konstrukt. 

Dafür startet die künstliche Intelligenz im Hintergrund mehrere Suchen zu verwandten Unterthemen der individuellen Suchanfrage, wertet alle Informationen aus und fasst das Wichtigste mit verlinkten Quellen zusammen. 

Und dieser Komfort wird gern genutzt. Mehr als 2,5 Milliarden Menschen weltweit nutzen die KI-Übersicht jeden Monat. Und häufig bleibt es nicht bei der Übersicht. Jede:r zweite Internetnutzer:in arbeitet oft schon mit KI-Chats statt der klassischen Suchmaschine. Die KI-Übersicht am Anfang lässt am Ende ihrer Antwort auch weitere Fragen stellen, sodass aus einer einfachen Suche im Handumdrehen ein Chat entsteht. Oder die Frage wird schon gar nicht mehr in die Suchleiste eingegeben, sondern die KI wird direkt geöffnet und in einen Austausch eingebunden.

Was bedeuten KI-Übersichten für Unternehmen?

Sobald Suchmaschinen eine Frage beantworten möchten und den Mehrwert der KI-Übersicht neben den herkömmlichen Webseiten als hoch genug einschätzen, wird diese generiert. Die nötigen Inhalte verschiedener Webseiten werden dann gebündelt. 

Die Folgen lassen sich messen: ca. jeder fünfte Suchbegriff wird mit einer KI-generierten Antwort-Übersicht beantwortet. Für die Suchenden bedeutet das ein schnelles, gewünschtes Ergebnis. Für Betreiber:innen einer Webseite bedeutet es Verlust. Denn über 260 Millionen Klicks gehen pro Monat an KI-Antworten in Deutschland verloren. Ohne KI-Übersicht klicken im Schnitt 27 Prozent der Suchenden auf das erste Suchergebnis. Erscheint darüber eine KI-Übersicht, sind es nur noch 11 Prozent.

Google selbst bietet eine positive Perspektive auf die Veränderung. Wenn Nutzende über die Links innerhalb der künstlich generierten Übersicht auf eine Webseite gelangen, verweilen sie, verglichen mit dem herkömmlichen Weg, für eine längere Zeit auf dieser Seite. Doch Vorsicht: Es besteht immer das Risiko einer verfälschten Antwort durch künstliche Intelligenz. 42 Prozent derjenigen, die mit KI suchen, haben bereits fehlerhafte Informationen erhalten. Die Bedenken der Suchenden, Falschinformationen zu erhalten, sind ebenfalls weiterhin verbreitet. Nur knapp mehr als die Hälfte der Menschen überprüfen die Antworten hingegen auf ihre Richtigkeit.

Nach welchen Kriterien wählt KI ihre Quellen aus?

KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini und Co. “wissen” nicht einfach Dinge. Sie suchen selbst im Web nach Informationen, wenn aktuelle Informationen hilfreich sind. Werden aktuelle Webseiten zur Informationssuche genutzt, können diese Seiten als Quelle in der Antwort verlinkt werden. Damit die eigene Webseite als Quelle berücksichtigt werden kann, darf der Suchcrawler der jeweiligen KI-Anbieter in der robots.txt nicht blockiert sein. Wer KI den Zugang zur eigenen Webseite versperrt, taucht dort also kaum oder gar nicht als Quelle auf.

Bei Google gibt es eigenen Aussagen zufolge keine Sonderregeln für die KI-Übersichten. Es gelten dieselben SEO-Grundlagen wie für die herkömmliche Suche: Eine Seite muss indexiert sein und als Suchergebnis mit Textausschnitt angezeigt werden können. Zusätzliche technische Anforderungen gibt es nicht.

So erscheint Ihr Unternehmen in KI-Antworten: 4 Hebel

Nicht jede Suche löst unbedingt eine KI-Übersicht aus, und nicht jeder Inhalt lässt sich durch diese ersetzen. Unternehmen haben deshalb zwei Möglichkeiten: Inhalte bieten, für die Menschen weiterhin auf die Webseite kommen. Oder man optimiert darauf, in den Übersichten als Quelle genannt zu werden. Idealerweise passiert beides. Für Mittelständler heißt das konkret:

Klassisches SEO als Grundlage

Wer in den klassischen Suchergebnissen nicht auftaucht, für den wird es auch in KI-Antworten schwierig. Es benötigt hohe Sichtbarkeit in regulären Suchergebnissen, um in der Auswahl der KI-Systeme zu landen. Gute Google-Rankings und Nennungen in KI-Antworten hängen eng zusammen, eine Garantie für eine Nennung sind sie aber nicht. Klassisches SEO ist also nicht überholt, eher im Gegenteil: Ohne starkes SEO kaum ein Platz bei der KI. 

Technische Erreichbarkeit: robots.txt, noindex, nosnippet

Es gelten einige Grundregeln, um in erster Linie überhaupt in den Übersichten auftauchen zu können. Wie oben beschrieben: Die Webseite darf weder für Google noch für die Suchcrawler der KI-Anbieter gesperrt sein. Die entsprechenden Inhalte sollten über Links gut auffindbar sein. Ausschlaggebende Informationen sollten als Text auf der Seite stehen. Bilder und Videos ergänzen den Text sinnvoll, ersetzen ihn aber nicht.

Es lohnt sich auch, einen Blick auf Einstellungen wie “nosnippet” oder “noindex” zu werfen, anhand derer sich steuern lässt, was Google anzeigt. Wer diese Einstellungen gesetzt hat, bewusst oder unbeabsichtigt, schränkt dadurch die eigene Sichtbarkeit ein. Google zufolge braucht es keine besonderen KI-Dateien oder Strukturen, jedoch sollten bereits vorhandene Daten zum Text passen, der auf der Seite sichtbar ist.

Inhalte mit Mehrwert

Es gibt weiterhin Inhalte, für die suchende Menschen direkt auf eine Webseite kommen. Konkrete Angebote, einfache Anfrage- und Buchungsmöglichkeiten, Referenzen und echte Praxisbeispiele fallen zum Beispiel unter solche Inhalte. 

Gleichzeitig sollten Inhalte so gut performen, dass eine KI sie als Quelle heranzieht. Für Google ist folgendes wichtig: Bietet der Inhalt eigene Informationen, Analysen oder Erkenntnisse? Bietet er einen deutlichen Mehrwert verglichen mit ähnlichen Seiten? Ist der Inhalt vertrauenswürdig, sprich: Von wem kommt er und welche Erfahrung steckt dahinter?

Lokale Sichtbarkeit über das Unternehmensprofil

Geht es um lokale Suchergebnisse, sind drei Aspekte von hoher Bedeutung: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Vollständige und korrekte Angaben im eigenen Unternehmensprofil erhöhen die Chance des Unternehmens, den Leuten angezeigt zu werden. Außerdem könnte das Ranking durch positive Bewertungen optimiert werden.

KI-Sichtbarkeit messen: Block Flattening und der Bericht „Generative KI“

Wer seine Sichtbarkeit in der Google Search Console prüft, sollte eine Besonderheit kennen: Alles, was dort aufgelistet wird, zählt als eine einzige Antwort. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass alle Links, die dort genannt werden, dieselbe Position bekommen. Man spricht hierbei von “Block Flattening”: Weil die Übersicht meist ganz oben steht, erhalten alle Seiten die Position Eins. Dazu zählen auch die, die erst nach dem Aufklappen sichtbar werden.

Die durchschnittliche Position wirkt dadurch besser, als die tatsächliche Sichtbarkeit ist. Die Impressionen, Klicks und Klickraten, sowie Besuche, Anfragen, Aufträge gemeinsam zu betrachten, ist daher oft aussagekräftiger und verlässlicher. 

In der Search Console findet man dazu den eigenen Bericht „Generative KI” unter „Leistung”, der seit Ende August allen Webseiten zur Verfügung steht. Er zeigt, wie oft Seiten in den KI-Übersichten und im KI-Modus angezeigt werden, aufgeschlüsselt nach Seite, Land, Gerät und Zeitraum. Klicks, Position und Suchanfragen enthält der Bericht nicht. Die Klicks finden sich weiterhin nur im allgemeinen Leistungsbericht. Dort sind sie allerdings nicht nach KI-Übersicht und normaler Suche getrennt, sondern werden in einer Zahl zusammengefasst. Wird der Bericht nicht angezeigt, könnte der Grund dafür sein, dass die Webseite noch nicht genügend Impressionen in den KI-Funktionen erzielt hat.

Fazit: Jetzt den Vorsprung sichern

KI-Übersichten und -Antworten übernehmen die Welt der Suchmaschinen. Für Unternehmen bedeutet dies aber nicht, machtlos dagegen zu sein. Im Gegenteil: Google und KI-Anbieter setzen auf dieselben Grundlagen, die schon lange eine starke Sichtbarkeit ausmachen. Eine technisch erreichbare Seite, die hilfreiche Inhalte mit bedeutendem Mehrwert bietet, wird auch von der KI als Informationsquelle herangezogen. 

Wer jetzt handelt, verschafft sich einen Vorsprung: Je mehr Menschen ihre Fragen an künstliche Intelligenz richten, desto wichtiger ist es, dass diese KI das eigene Unternehmen kennt und darstellt. 

Ein einfacher erster Schritt: Fragen Sie KI und Google doch einmal, was sie über Ihr Unternehmen wissen. Die Antwort zeigt oft schnell, wo es Handlungsbedarf gibt. Sie möchten das Thema gemeinsam angehen? Dann kontaktieren Sie uns gern.

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